Vorwort

Ein wesentlicher Schwerpunkt im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona!“ ist die Förderung von schulbegleitenden und schulergänzenden Maßnahmen zum Abbau von Lernrückständen und sozialen Defiziten.

Seit dem 1. Dezember 2021 ist die 2. Stufe gestartet, die einerseits schulergänzende Lernangebote zum Aufholen von Lernrückständen für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf bzw. Defiziten im kognitiven/sozialen Lernen und andererseits Projekte zur sozialen Kompetenzentwicklung umfassen. Es sollen insbesondere die Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bedarf an außerschulischer Nachhilfe und/oder an sozialem Kompetenztraining bzw. an sozialem Lernen gezielt gefördert werden, wobei die Förderung außerschulischer Nachhilfeangebote im Mittelpunkt steht. Die Schulen legen die Schülergruppen mit besonderem außerschulischen Förderbedarf fest und melden diese Schülergruppen dem zuständigen staatlichen Schulamt.

Auf dieser Grundlage kann das jeweilige staatliche Schulamt das zunächst bis zum Schuljahresende 2021/2022 verfügbare Budget für außerschulische Maßnahmen auf die Einzelschulen verteilen. Die Bedarfsmeldung der Einzelschulen an das Schulamt dient lediglich dazu, einen Überblick zu erhalten, wie viele Schulen einen Bedarf anzeigen und welche Mittel von den Einzelschulen für diesen Zeitraum benötigt werden.

Die 2. Stufe des Aktionsprogramms ist nicht auf den Zeitraum bis zum Schuljahresende 2021/2022 beschränkt, sondern wird darüber hinaus fortgeführt. In Gänze ist das Aktionsprogramm für die außerschulischen Maßnahmen in den Schuljahren 2021/2022 und 2022/2023 durchführbar.

 

Fragen und Antworten für Anbieter

  1. Wer kann sich als Anbieter für die 2. Stufe zur Umsetzung der schulergänzenden außerschulischen Maßnahmen im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ registrieren lassen, um Angebote auf der Plattform einstellen zu können? 
  2. Welche Schwerpunkte können in den beiden Bereichen gefördert werden?
  3. Wie werden die Projekte vergütet? Welche Stundensätze können abgerechnet werden? Und welche weiteren Rahmenbedingungen gelten?
  4. Eine Schule hat Kontakt mit uns aufgenommen und möchte ein Angebot wahrnehmen, wie geht es nun weiter?
  5. Wie verhält es sich mit dem gesetzlichen Unfallversicherungsschutz für die Schülerinnen und Schüler, mit denen Projekte umgesetzt werden?
  6. Darf ich als Träger/Anbieter Änderungen/Ergänzungen in den Anlagen 1a (Vereinbarung) und Anlage 2 (Bestätigung) vornehmen?
  7. Wie werden die Projekte abgerechnet? 
  8. Wie lange dauert es, bis die Mittel an die Projektpartner ausgezahlt werden?
  9. Kann eine Projekt-/Maßnahmenabrechnung auch innerhalb des vereinbarten Zeitraums erfolgen?

Fragen und Antworten für Schulen

  1. Welche Schule kann Projekte für die 2. Stufe zur Umsetzung der schulergänzenden außerschulischen Maßnahmen im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ umsetzen?
  2. Bis wann müssen die Schulen ihre Bedarfsmeldungen durchgeführt haben?
  3. Ist eine Projekt-/Maßnahmendurchführung in den Schulferien möglich?
  4. Können die Projekte auch während der regulären Unterrichtszeit durchgeführt werden?
  5. Wie finde ich ein passendes Angebot?
  6. Ich habe hier auf der Plattform ein passendes Angebot und einen Anbieter gefunden, wie geht es nun weiter?
  7. Müssen sich Einzelpersonen auf der Träger- und Angebotsplattform listen lassen?
  8. Welche Einzelpersonen sind als Projektpartner zugelassen?
  9. Können Lehrkräfte im aktiven Dienst vom Programm erfasst werden?
  10. Wie ist das Verfahren bei Nachhilfeprojekten mit Lehrkräften, die noch aktiv im Schuldienst oder pensioniert sind?
  11. Wie verhält es sich mit dem gesetzlichen Unfallversicherungsschutz für die Schülerinnen und Schüler, mit denen Projekte umgesetzt werden?
  12. Darf ich als Träger/Anbieter Änderungen/Ergänzungen in den Anlagen 1a (Vereinbarung) und Anlage 2 (Bestätigung) vornehmen?
  13. Wie werden die Projekte abgerechnet? 
  14. Wie lange dauert es, bis die Mittel an die Projektpartner ausgezahlt werden?
  15. Kann eine Projekt-/Maßnahmenabrechnung auch innerhalb des vereinbarten Zeitraums erfolgen?

 

Fragen und Antworten für Anbieter

Wer kann sich als Anbieter für die 2. Stufe zur Umsetzung der schulergänzenden außerschulischen Maßnahmen im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ registrieren lassen, um Angebote auf der Plattform einstellen zu können? 

A) für außerschulische Lernangebote zum Aufholen von Lernrückständen und zur Förderung fachlicher und methodischer Kompetenzen (Nachhilfe)

      • ein gewerbliches Nachhilfeunternehmen, welches Mitglied im VNN Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen e. V. oder/ und im Lernpakt ist
      • ein Träger der öffentlichen oder freien Jugendhilfe
      • eine Gemeinde als Träger der Kindertagesbetreuung
      • ein gewerblicher Anbieter von Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe
      • eine überbetriebliche Ausbildungsstätte der zuständigen Stellen im dualen System
      • eine öffentliche oder öffentlich geförderte Einrichtung, und zwar:

          • Bibliothek
          • Volkshochschule
          • Theater
          • Musikschule
          • Museum
          • weitere Kultureinrichtung (ist dann zu benennen)
          • Naturschutz- / Umweltverband.

B) für außerschulische Projekte zum Abbau sozial-emotionaler Defizite / zur personalen sozialen Kompetenzentwicklung

      • ein Träger der öffentlichen oder freien Jugendhilfe
      • eine Gemeinde als Träger der Kindertagesbetreuung
      • ein gewerblicher Anbieter von Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe
      • eine öffentliche oder öffentlich geförderte Einrichtung, und zwar:

          • Bibliothek
          • Theater
          • Musikschule
          • Museum
          • Volkshochschule

 

Welche Schwerpunkte können in den beiden Bereichen gefördert werden?

A) für außerschulische Lernangebote zum Aufholen von Lernrückständen und zur Förderung fachlicher und methodischer Kompetenzen (Nachhilfe)

      • mathematische Basiskompetenzen
      • Sprach- und Lesekompetenzen
      • naturwissenschaftliche Kompetenzen
      • Fremdsprachen
      • musisch-ästhetische Kompetenzen
      • Lernstrategien
      • Arbeitstechniken

B) für außerschulische Projekte zum Abbau sozial-emotionaler Defizite / zur personalen sozialen Kompetenzentwicklung

      • Motivation
      • Selbstorganisation
      • Selbstwert
      • Zeitmanagement
      • Kommunikation
      • Konstruktive Problemlösung.

 

Wie werden die Projekte vergütet? Welche Stundensätze können abgerechnet werden? Und welche weiteren Rahmenbedingungen gelten?

A) für außerschulische Lernangebote zum Aufholen von Lernrückständen und zur Förderung fachlicher und methodischer Kompetenzen (Nachhilfe)

Angebote zur Förderung fachlicher und methodischer Kompetenzen sollen in der Regel für 2 Stunden á 45 Minuten pro Woche (ausgenommen Ferien) konzipiert werden (eine Zeitstunde beträgt insgesamt 60 Minuten; 45 Minuten Förderzeit und 15 Minuten Vor- und Nachbereitung). Die Gruppengröße soll zwischen 5 und 10 Schülerinnen und Schülern betragen; die Mindestteilnehmerzahl beträgt 5 Schülerinnen bzw. Schüler. Die Schülergruppen werden von der Schule zusammengestellt. Der Anbieter erhält pro geleistete Zeitstunde (60 min) eine Vergütungspauschale in Höhe von 40,00 EUR.

B) für außerschulische Projekte zum Abbau sozial-emotionaler Defizite / zur personalen sozialen Kompetenzentwicklung

Angebote zur Entwicklung personaler und sozialer Kompetenzen können wöchentlich oder als ein- oder mehrtägige Intensivangebote konzipiert werden. Der Anbieter erhält pro geleisteter Zeitstunde (eine Zeitstunde beträgt insgesamt 60 Minuten; 45 Minuten Förderzeit und 15 Minuten Vor- und Nachbereitung) bei einer Gruppengröße von 5 – 15 Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer eine Vergütungspauschale in Höhe von 40,00 EUR, bei einer Gruppengröße ab 16 Teilnehmerinnen bzw. bis maximal Klassenstärke beträgt die Vergütungspauschale 70,00 EUR je Zeitstunde (60 min). Die Schülergruppen werden von der Schule zusammengestellt. Es können ebenso Projekttage mit einer gesamten Klassengröße durchgeführt werden. 

 

Eine Schule hat Kontakt mit uns aufgenommen und möchte ein Angebot wahrnehmen, wie geht es nun weiter?

Mit dem Anbieter schließt die Schule zur Durchführung der Maßnahme entsprechend dem vorgegebenen Formular (siehe Downloadbereich Formular 1a) eine schriftliche Vereinbarung ab. Als Anlage ist der Vereinbarung ist das ausgedruckte Angebot aus der Datenbank beizufügen.

Vor Abschluss der Vereinbarung mit dem Anbieter informiert die Schule die in Frage kommenden Schülerinnen und Schüler und deren Eltern über die Fördermöglichkeit und holt die Zustimmung der Eltern bzw. der Schülerin oder des Schülers zur Teilnahme an der Maßnahme ein. Diese konkretisierte Schülerliste bildet die Grundlage für die vertragliche Vereinbarung der Schule mit dem Anbieter.  

 

Wie verhält es sich mit dem gesetzlichen Unfallversicherungsschutz für die Schülerinnen und Schüler, mit denen Projekte umgesetzt werden?

Schülerinnen und Schüler gehören nach § 2 Abs. 1 Nr. 8b SGB VII während des Besuchs von allgemein- oder berufsbildenden Schulen und während der Teilnahme an unmittelbar vor oder nach dem Unterricht von der Schule oder im Zusammenwirken mit ihr durchgeführten Betreuungsmaßnahmen zum Kreis der versicherten Personen.

Gemäß Nr. 7 der Vereinbarung zwischen Schule und Anbieter/Einzelperson stellt die Schule bei Bedarf die zur Erfüllung der Leistung notwendigen Räume zur Verfügung und gewährleistet die innerschulische Kommunikation über die Maßnahme.

Für den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz ist weiterhin entscheidend, dass die geplanten Maßnahmen im rechtlichen und organisatorischen Verantwortungsbereich der Schule durchgeführt werden. Das bedeutet, dass die Schule die Maßnahmen organisiert und durchführt. Vorstellbar in diesem Rahmen ist auch, dass die Schule die organisatorische Hoheit der Maßnahmen behält, die Durchführung jedoch auf andere delegieren oder übertragen kann. Hierunter fällt die Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen des Aktionsprogramms.

 

Darf ich als Träger/Anbieter Änderungen/Ergänzungen in den Anlagen 1a (Vereinbarung) und Anlage 2 (Bestätigung) vornehmen?

Nein! Ein Träger/Anbieter darf grundsätzlich keine Änderungen oder Ergänzungen in den Anlagen 1a und 2 vornehmen.

 

Wie werden die Projekte abgerechnet?

  1. Nach erfolgter Durchführung der Maßnahme bestätigt die Schule anhand eines vorgegebenen Formulars (siehe Downloadbereich Formular 2), dass die Maßnahme durchgeführt wurde und bescheinigt, wie viele Schülerinnen und Schüler daran teilgenommen haben.

  2. Der Anbieter legt dann die Rechnung über die erbrachte Leistung der Schule vor (Rechnungsmuster siehe Downloadbereich).

  3. Die Schule leitet die folgenden Unterlagen an den zuständigen Regionalpartner weiter:
      • unterzeichnete Vereinbarung im Original mit Ausdruck des Angebotes aus der Angebotsdatenbank
      • Bestätigung der Schule zur Durchführung der Maßnahme mit Original-Unterschrift
      • Rechnung des Anbieters im Original (siehe Rechnungsmuster im Downloadbereich)
  1. Der Regionalpartner fordert die entsprechenden Mittel beim MBJS ab und zahlt die Mittel an den Anbieter aus.

 

Wie lange dauert es, bis die Mittel an die Projektpartner ausgezahlt werden?

Nach Abschluss der Maßnahme/des Projektes sind durch die Schule die Vereinbarung, die Bestätigung, die Rechnung – alle drei Unterlagen im Originalund der Auszug des Angebotes mit Angebotsnummer des Trägers (der Auszug entfällt bei Vereinbarungen mit Einzelpersonen) an den für die im Schulamtsbereich liegende Schule zuständigen Regionalpartner kobra.net bzw. Stiftung SPI zu senden. Die Regionalpartner fordern in einem Sammel-Mittelabruf zweimal im Monat (i. d. R. am 15. und letzten Tag eines Monats) die Mittel beim MBJS an. Das MBJS überweist dem Regionalpartner die angeforderten Mittel innerhalb von zehn Werktagen nach Erhalt der vollständigen Mittelanforderung. Nach Mittelerhalt durch das MBJS erfolgt durch den Regionalpartner die Auszahlung der Mittel an die Träger. Die Zahlung vom Regionalpartner an die Träger hat nach Mittelerhalt durch das MBJS ebenfalls innerhalb von zehn Werktagen zu erfolgen.

 

Kann eine Projekt-/Maßnahmenabrechnung auch innerhalb des vereinbarten Zeitraums erfolgen?

Eine Rechnungsstellung ist erst nach erfolgreich abgeschlossener Projekt-/Maßnahmendurchführung möglich. Sollte es sich um einen kleinen Träger/Verein bzw. um eine Einzelperson handeln, können mehrere Vereinbarungen hintereinander getroffen und abgerechnet werden um damit die Auszahlungszeiträume zu verkürzen. Hierzu bedarf es der Abstimmung zwischen Schule und Träger/Einzelperson.

 

Fragen und Antworten für Schulen

Welche Schule kann Projekte für die 2. Stufe zur Umsetzung der schulergänzenden außerschulischen Maßnahmen im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ umsetzen?

Den staatlichen Schulämtern wurde zunächst bis zu dem Schuljahresende 2021/2022 ein Budget zur Förderung außerschulischer Angebote im Rahmen des Aktionsprogramms als Planungsgröße zugewiesen. Wie viele Mittel davon den Einzelschulen zur Durchführung entsprechender außerschulischer Angebote zur Verfügung stehen, legt das zuständige staatliche Schulamt auf der Grundlage der Bedarfsmeldungen und unter Gewichtung des Gesamtrahmens der Einzelschulen fest. Das staatliche Schulamt entscheidet auf der Basis der Rückmeldung der Schulen, ob eine Berücksichtigung möglich ist sowie über die Höhe des Budgets der einzelnen Schule. Wichtig: Eine Umsetzung und Kontaktaufnahme zu externen Anbietern ist daher erst nach Rückmeldung des staatlichen Schulamtes möglich. Erst mit der Information des staatlichen Schulamtes über die Höhe des Budgets können Sie konkrete Maßnahmen planen.

 

Bis wann müssen die Schulen ihre Bedarfsmeldungen durchgeführt haben?

Die Schulämter steuern die Verteilung des Budgets. Von daher erfolgt auch durch die Schulämter die Festsetzung der Fristen, bis zu welchen die Schulen ihre Bedarfe entsprechend anzumelden haben.

 

Ist eine Projekt-/Maßnahmendurchführung in den Schulferien möglich?

Da die Teilnahme an Projekten und Maßnahmen auf Freiwilligkeit beruht, ist eine Durchführung von Projekten in den Schulferien grundsätzlich möglich. Bei minderjährigen Schülerinnen und Schülern bedarf es dabei zusätzlich des Einverständnisses des/der Erziehungsberechtigten. Ausgeschlossen ist jedoch eine reine Ferienbetreuung!

 

Können die Projekte auch während der regulären Unterrichtszeit durchgeführt werden?

Projekte können auch während der regulären Unterrichtszeit durchgeführt werden, sofern die Projektpartner nur zu dieser Zeit zur Verfügung stehen und die entsprechende(n) Lerngruppe(n) für diese Zeit aus dem regulären Unterricht herausgenommen werden kann/können. Hierzu bedarf es der Abstimmung mit der jeweiligen Schulleitung bzw. der Lehrkraft.

 

Wie finde ich ein passendes Angebot?

Anbieter und Angebote können Sie unter der Suchfunktion „Nachhilfeprojekte“ und „Sozialkompetenzprojekte“ auswählen. Möchten Sie eines der ausgewählten Projekte durchführen, nehmen Sie bitte nach Rückmeldung des staatlichen Schulamtes aufgrund Ihrer Bedarfsmeldung selbstständig Kontakt mit dem auf der jeweiligen Angebotsseite genannten Anbieter auf.

Die Angebote werden ständig erweitert. Sollten Sie also noch kein passendes Angebot finden, versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.

 

Ich habe hier auf der Plattform ein passendes Angebot und einen Anbieter gefunden, wie geht es nun weiter?

Mit dem Anbieter schließt die Schule zur Durchführung der Maßnahme entsprechend dem vorgegebenen Formular (siehe Downloadbereich Formular 1a) eine schriftliche Vereinbarung ab. Als Anlage ist der Vereinbarung das ausgedruckte Angebot aus der Datenbank beizufügen.

Vor Abschluss der Vereinbarung mit dem Anbieter informiert die Schule die in Frage kommenden Schülerinnen und Schüler und deren Eltern über die Fördermöglichkeit und holt die Zustimmung der Eltern bzw. der Schülerin oder des Schülers zur Teilnahme an der Maßnahme ein. Diese konkretisierte Schülerliste bildet die Grundlage für die vertragliche Vereinbarung der Schule mit dem Anbieter.  

 

Müssen sich Einzelpersonen auf der Träger- und Angebotsplattform listen lassen?

Sofern Verträge mit Einzelpersonen geschlossen werden sollen, ist deren Listung auf der Träger- und Angebotsplattform nicht notwendig, da diese Personen den Schulen in der Regel bekannt sind. Die entsprechende Vereinbarung ist über die Träger- und Angebotsplattform im Downloadbereich abrufbar (Formular 1b).

 

Welche Einzelpersonen sind als Projektpartner zugelassen?

Nachfolgend aufgeführte Einzelpersonen sind als Projektpartner zugelassen:

  • Einzelpersonen mit einer Lehrbefähigung, die nicht mehr aktiv im Schuldienst tätig sind (pensionierte Lehrkräfte).

Hierbei ist ggf. § 92 des Beamtengesetzes für das Land Brandenburg (Anzeigepflicht nach Beendigung des Beamtenverhältnisses) zu beachten.

Der Nachweis der Qualifikation erfolgt gegenüber der Schule.

  • Einzelpersonen im aktiven Schuldienst, die unterrichtend tätig sind und auf freiwilliger Basis Angebote unterbreiten wollen, sofern folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
    1. Verbeamtete Lehrkräfte haben vor der Aufnahme einer entgeltlichen Nebentätigkeit gemäß § 85 des Landesbeamtengesetzes eine Genehmigung vom zuständigen staatlichen Schulamt einzuholen.
    2. Tarifbeschäftigte Lehrkräfte bzw. Seiteneinsteigerinnen/Seiteneinsteiger müssen eine entgeltliche Nebentätigkeit gemäß § 3 Absatz 4 TV-L vorher bei der Schulleiterin/dem Schulleiter anzeigen.
    3. Lehramtskandidatinnen und -kandidaten im Vorbereitungsdienst müssen eine entgeltliche Nebentätigkeit vorab im MBJS, Referat 17 beantragen.

Der Nachweis der Qualifikation erfolgt gegenüber der Schule.

  • Personen, die eine didaktisch-methodische Kompetenz nachweisen können und über pädagogische Fähigkeiten verfügen.
  • Personen, die im künstlerischen oder kulturellen Bereich tätig sind und nicht bei einem in Anlage 3 unter Nr. 1 genannten Träger angestellt sind.
  • Personen, die im sportlichen Bereich tätig sind und bereits mindestens über einem Jahr mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Der Abschluss von Vereinbarungen mit Einzelpersonen obliegt der Schule. Hierbei ist zwingend zu beachten, dass die Einzelperson der Schule gegenüber glaubhaft ihre Erfahrungen und Fähigkeiten in ihrem jeweiligen Kompetenzbereich nachweist.

Weiterhin muss sichergestellt sein, dass die Einzelperson nicht rechtskräftig wegen einer Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174c, 176 bis 180a, 181a, 182 bis 184g, 184i, 184k, 201a Absatz 3, 225, 232 bis 233a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuches verurteilt worden ist oder sich aktuell in einem entsprechenden laufenden Verfahren befindet. Im Interesse der Schülerinnen und Schüler ist daher beim Abschluss von Vereinbarungen mit Einzelpersonen zum einen auf das Erreichen des Ziels der angebotenen Maßnahme/des angebotenen Projektes und zum anderen auf die Einhaltung des Kinderschutzes zu achten.

 

Können Lehrkräfte im aktiven Dienst vom Programm erfasst werden?

Hierzu wird auf Nr. 3 der Anlage 3 „Zusammenarbeit mit Trägern/Vereinen/Institutionen bzw. Einzelpersonen“ hingewiesen. Diese Anlage liegt den staatlichen Schulämtern vor.

 

Wie ist das Verfahren bei Nachhilfeprojekten mit Lehrkräften, die noch aktiv im Schuldienst oder pensioniert sind?

Sofern Verträge mit Einzelpersonen zur fachlichen Kompetenzförderung geschlossen werden sollen, ist deren Listung auf der Träger- und Angebotsplattform nicht notwendig, da diese Personen den Schulen in der Regel bekannt sind. Die entsprechende Vereinbarung finden Sie im Downloadbereich der Plattform (Formular 1b)

 

Wie verhält es sich mit dem gesetzlichen Unfallversicherungsschutz für die Schülerinnen und Schüler, mit denen Projekte umgesetzt werden?

Schülerinnen und Schüler gehören nach § 2 Abs. 1 Nr. 8b SGB VII während des Besuchs von allgemein- oder berufsbildenden Schulen und während der Teilnahme an unmittelbar vor oder nach dem Unterricht von der Schule oder im Zusammenwirken mit ihr durchgeführten Betreuungsmaßnahmen zum Kreis der versicherten Personen.

Gemäß Nr. 7 der Vereinbarung zwischen Schule und Anbieter/Einzelperson stellt die Schule bei Bedarf die zur Erfüllung der Leistung notwendigen Räume zur Verfügung und gewährleistet die innerschulische Kommunikation über die Maßnahme.

Für den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz ist weiterhin entscheidend, dass die geplanten Maßnahmen im rechtlichen und organisatorischen Verantwortungsbereich der Schule durchgeführt werden. Das bedeutet, dass die Schule die Maßnahmen organisiert und durchführt. Vorstellbar in diesem Rahmen ist auch, dass die Schule die organisatorische Hoheit der Maßnahmen behält, die Durchführung jedoch auf andere delegieren oder übertragen kann. Hierunter fällt die Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen des Aktionsprogramms.

 

Darf ich als Schule Änderungen/Ergänzungen in den Anlagen 1a (Vereinbarung) und Anlage 2 (Bestätigung) vornehmen?

Nein! Eine Schule darf grundsätzlich keine Änderungen oder Ergänzungen in den Anlagen 1a und 2 vornehmen.

 

Wie werden die Projekte abgerechnet?

  1. Nach erfolgter Durchführung der Maßnahme bestätigt die Schule anhand eines vorgegebenen Formulars (siehe Downloadbereich Formular 2), dass die Maßnahme durchgeführt wurde und bescheinigt, wie viele Schülerinnen und Schüler daran teilgenommen haben.

  2. Der Anbieter legt dann die Rechnung über die erbrachte Leistung der Schule vor (Rechnungsmuster siehe Downloadbereich).

  3. Die Schule leitet die folgenden Unterlagen an den zuständigen Regionalpartner weiter:
      • unterzeichnete Vereinbarung im Original mit Ausdruck des Angebotes aus der Angebotsdatenbank
      • Bestätigung der Schule zur Durchführung der Maßnahme mit Original-Unterschrift
      • Rechnung des Anbieters im Original (siehe Rechnungsmuster im Downloadbereich)
  1. Der Regionalpartner fordert die entsprechenden Mittel beim MBJS ab und zahlt die Mittel an den Anbieter aus.

 

Wie lange dauert es, bis die Mittel an die Projektpartner ausgezahlt werden?

Nach Abschluss der Maßnahme/des Projektes sind durch die Schule die Vereinbarung, die Bestätigung, die Rechnung – alle drei Unterlagen im Originalund der Auszug des Angebotes mit Angebotsnummer des Trägers (der Auszug entfällt bei Vereinbarungen mit Einzelpersonen)   an den für die im Schulamtsbereich liegende Schule zuständigen Regionalpartner kobra.net bzw. Stiftung SPI zu senden. Die Regionalpartner fordern in einem Sammel-Mittelabruf zweimal im Monat (i. d. R. am 15. und letzten Tag eines Monats) die Mittel beim MBJS an. Das MBJS überweist dem Regionalpartner die angeforderten Mittel innerhalb von zehn Werktagen nach Erhalt der vollständigen Mittelanforderung. Nach Mittelerhalt durch das MBJS erfolgt durch den Regionalpartner die Auszahlung der Mittel an die Träger. Die Zahlung vom Regionalpartner an die Träger hat nach Mittelerhalt durch das MBJS ebenfalls innerhalb von zehn Werktagen zu erfolgen.

 

Kann eine Projekt-/Maßnahmenabrechnung auch innerhalb des vereinbarten Zeitraums erfolgen?

Eine Rechnungsstellung ist erst nach erfolgreich abgeschlossener Projekt-/Maßnahmendurchführung möglich. Sollte es sich um einen kleinen Träger/Verein bzw. um eine Einzelperson handeln, können mehrere Vereinbarungen hintereinander getroffen und abgerechnet werden um damit die Auszahlungszeiträume zu verkürzen. Hierzu bedarf es der Abstimmung zwischen Schule und Träger/Einzelperson.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hotline

für Anbieter zu Fragen der Registrierung / Angebotserstellung:
0355 - 28863876 / aufholen[at]stiftung-spi.de

für Schulen der Schulamtsbereiche Neuruppin und Brandenburg an der Havel:
0331 - 813 202 70 / aufholen[at]kobranet.de

für Schulen der Schulamtsbereiche Cottbus und Frankfurt (Oder):
0355 - 28863876 / aufholen[at]stiftung-spi.de